Zubereitung
Macchiato: Espresso Macchiato und Latte Macchiato erklärt

Was Macchiato eigentlich bedeutet
Macchiato heisst auf Italienisch schlicht "gefleckt" oder "markiert". Ein caffè macchiato ist also ein "markierter Kaffee". Der Name kommt direkt aus den italienischen Bars: Barista mussten dem Servicepersonal sagen können, welcher Espresso pur war und welcher einen kleinen Klecks Milch abbekommen hatte. Der mit Milch war "macchiato", also markiert. Aus dieser simplen Unterscheidung wurde ein eigenes Getränk.
Espresso Macchiato (caffè macchiato)
Das Original. Ein Espresso, getoppt mit einem kleinen Löffel aufgeschäumter Milch. Mehr nicht. Von allen Milchgetränken hat der Espresso Macchiato den höchsten Espresso-Anteil im Verhältnis zur Milch, ungefähr zwei Teile Espresso auf einen Teil Milch. Die Milch nimmt dem Espresso die schärfste Kante und bringt einen Hauch Süsse, übertönt ihn aber nicht. Wer einen Espresso fast pur mag, aber nicht ganz, ist hier richtig.
Latte Macchiato
Das genaue Gegenteil, auch wenn der Name ähnlich klingt. Hier kommt zuerst warme, geschäumte Milch ins Glas, dann wird langsam ein Espresso darüber gegossen. Weil Espresso dichter ist als der Milchschaum obendrauf, aber leichter als die warme Milch darunter, setzt er sich in der Mitte ab. So entstehen die drei Schichten, für die das Glas berühmt ist: Milch unten, Kaffee in der Mitte, Schaum oben. Das Verhältnis dreht sich um, ungefähr zwei Teile Milch auf einen Teil Kaffee. Milchbetont, mild, cremig.
Der Unterschied auf einen Blick
Beim Espresso Macchiato markiert die Milch den Kaffee. Beim Latte Macchiato markiert der Kaffee die Milch. Das eine ist ein kleines, intensives Getränk in der Espressotasse, das andere ein grosses, sanftes im hohen Glas. Auch bei den Kalorien liegen Welten dazwischen: Ein Espresso Macchiato hat grob 10 bis 20 Kalorien, ein Latte Macchiato mit deutlich mehr Milch kommt schnell auf 100 bis 130.
So machst du einen Espresso Macchiato zu Hause
Du brauchst einen frisch gezogenen Espresso und einen kleinen Schuss aufgeschäumte Milch. Schäume etwas Milch auf, bis ein feiner, glänzender Schaum entsteht, und gib einen Teelöffel davon mittig auf den Espresso. Fertig. Kein Latte Art nötig, ein kleiner weisser Fleck genügt, daher der Name. Wer mag, ersetzt die Kuhmilch durch Hafer- oder andere Pflanzenmilch, das funktioniert genauso.
Welche Bohnen passen
Weil beim Espresso Macchiato so wenig Milch dabei ist, schmeckst du den Espresso fast unverfälscht. Bohnen mit Noten von Schokolade, Nuss oder Karamell harmonieren besonders schön mit dem Hauch Milch. Eine kräftige, mittlere bis dunklere Röstung trägt sich gut durch. Beim Latte Macchiato darf der Espresso ruhig etwas intensiver sein, sonst verschwindet er hinter der Milch.
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